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Polizei festnimmt drei mutmaßliche Räuber in Billstedt nach schwerem Raub auf Jugendliche

Am 13. Oktober bedrohten drei Jugendliche in Billstedt mit einer Schusswaffe, nachdem ein E-Scooter-Deal schiefging. Die Polizei konnte drei Tatverdächtige in Oststeinbek festnehmen.

HamburgDonnerstag, 15. Oktober 2026, 11:30 UhrVon der Meine-Heimat-24-Redaktion
Bild zur Nachricht: Polizei festnimmt drei mutmaßliche Räuber in Billstedt nach schwerem Raub auf Jugendliche
Symbolfoto: Hamburg · Wikimedia Commons

Am Abend des 13. Oktober 2026, gegen 17:20 Uhr, kam es im Stadtteil Billstedt zu einem Raubüberfall auf zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Nach bisherigen Ermittlungen verabredeten die Jungen über eine Verkaufsplattform den Kauf eines E-Scooters in der Lietbargredderstraße. Nachdem sie einen mittleren dreistelligen Betrag übergeben hatten, zog einer der drei Käufer eine Schusswaffe und zwang die Jugendlichen zur Herausgabe des Geldes. Der Täter schlug dem 15-Jährigen mit der Waffe gegen den Hals, bevor die Gruppe in Richtung Rahewinkel flüchtete.

Die Polizei leitete umgehend Fahndungsmaßnahmen ein, die auch eine Drohne und Einsatzkräfte der Polizei Glinde umfassten. Aufgrund von Zeugenhinweisen wurden die drei mutmaßlichen Täter – zwei 16-Jährige (deutsch-türkisch und deutsch-polnisch) sowie ein 15-Jähriger (deutsch-türkisch) – an der Bushaltestelle Krähenberg in Havighorst, einem Ortsteil von Oststeinbek, festgenommen. Dabei leistete ein 16-Jähriger Widerstand, verletzte einen Polizisten am Ellenbogen und schlug einem Beamten ins Gesicht.

Bei Durchsuchungen der Festgenommenen fanden die Einsatzkräfte das mutmaßlich geraubte Bargeld und eine Softair-Pistole in der Nähe der Bushaltestelle. Die beiden 16-Jährigen wurden erkennungsdienstlich behandelt; einer wurde in Untersuchungshaft genommen, der andere sowie der 15-Jährige entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Ein Richter erließ am Vortag einen Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Haupttäter.

Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts auf schweren Raub, tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Widerstand gegen diese beim Raubdezernat des Landeskriminalamts (LKA 164). Die Polizei nutzt den Vorfall, um Jugendliche auf Gefahren bei Online-Transaktionen hinzuweisen: Geldgeschäfte ab einer bestimmten Höhe sollten immer von Erwachsenen begleitet werden, öffentliche Orte bevorzugen und niemals Bargeld übergeben werden, bevor die Ware geprüft wurde. Bei Verdacht auf Gefahr ist die Notrufnummer 110 zu wählen.

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